::: Auf Schusters Rappen :::


Irland


Vortrag von Franz Schneider anlässlich der FESPO Bern am 16. und 17.01.2016

PDF Datei 'Das Glück trägt grün' von Franz Schneider

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(PDF-Datei, ca. 12 MB)

 

Irland einmal anders vorgestellt .....

Keltische Vergangenheit

Irland ist keltisch geprägt, es gilt als das keltische Land schlechthin. Nie wurde es durch die Römer erobert und es blieb bis ins frühe Mittelalter, als die Wikinger die irische Küste angriffen, von fremden Eindringlingen verschont. So konnte sich eine sehr eigenständige Kultur entwickeln, die bis in die heutigen Tage nachwirkt. Die christlichen Mönche schrieben auf, was ihnen erzählt wurde. Dabei vermischten sie historische Fakten mit fantastischen Überlieferungen und daraus entstand jene sagenhafte Darstellung des keltischen Lebens, die heute die irische Mythen-, Sagen- und Märchenwelt bereichert.

Ein Wechselspiel von Licht und Farben

Ich schliesse die Augen und zugleich öffnen sich Bilder, die sich mir während unzähligen Wanderungen durch die irische Landschaft eingeprägt haben. Bilder, wie in einem ständig wechselnden Kaleidoskop aus Licht und Farben. Zu Irlands Westen, Nordwesten und Norden gehören einige der eindrücklichsten und faszinierensden Naturlandschaften Europas. Ich denke an die Mourne Mountains, die Antrim Coast Road, an Donegal mit seinem Atlantic Drive, an Connemaras Moorlandschaften und seinen lieblichen Seen inmitten imposanten Bergkulissen, an die atemberaubende Aussicht vom Muckish Mountain und Mt. Errigal, die weissen Sandstrände, umspült von kristallklarem Wasser, in dem sich je nach Wetter und Tageszeit die wildesten Farben des Himmels spiegeln. Ich denke an die atemberaubenden Klippen am Slieve League und die Cliffs of Moher oder an die Karstlandschaften des Burren mit seinen seltenen Pflanzen, die gleichsam aus dem Fels heraus wachsen. Der Atlantik bringt frische, saubere Luft. Zwar bringt er auch Regen, doch die Sonne lässt nie lange auf sich warten und zaubert, gleichsam als Entschuldigung, einen herrlichen Regenbogen

Ein Strahl des hellen Lichts ...

... hat der Heilige Patrick den irischen Kelten gebracht. Und mit ihm vollzog sich die Wandlung zum Irland der Klöster, zur Insel der Heiligen und Gelehrten. Irische Klöster entwickelten sich zu Stätten des Wissens und der Gelehrsamkeit der damaligen Zeit. Irische Missionare lehrten den christlichen Glauben, indem sie wichtige traditionelle Vorstellungen der Kelten in die neue Religion aufnahmen. Damit bewahrten sie viele keltische Relikte, für die die irische Kultur heute berühmt ist.

Die grosse Hungersnot

Kein Ereignis der neueren Geschichte Irlands hat sich so tief in die irische Seele eingeprägt, wie die grosse Hungersnot vor rund 160 Jahren. Kein Schriftsteller, kein Theaterregisseur, kein Liedermacher, kein Bildhauer, der sich nicht diesem Thema angenommen hätte. Spannend lesen sich die unzähligen Geschichten, mit offenem Mund lauscht man den Berichten. Hilflosigkeit, Trauer, Schmerz für jene, die dabei das Leben verloren; Wut auf jene, die das alles geschehen liessen, vor allem aber Hochachtung für jene, die das Unmögliche geschaft haben, indem sie in Massen ausgewandert sind nach Amerika, Australien oder Neuseeland. Sie haben ihre Musik mitgenommen und auch ihre Traditionen, die bis heute im hintersten Winkel der Welt gepielt und gelebt werden. Ja, die Iren sind ein starkes Volk mit einem eisernen Willen und sie sind stolz auf ihre Vergangenheit. Sie werden auch die Finanzkrise der heutigen Zeit meistern!

....... und das Meer war voll der schönsten Dinge

Irlands Küste ist rund 5500 Kilometer lang und man ist nie mehr als 110 Kilometer vom Meer entfernt. Kein Wunder, dass auch das Wasser die Menschen geprägt hat. Freude und Leid ist bei den Küstenbewohnern, die oft genug als Fischer ihr Leben aufs Spiel setzen, nah' beieinander. So erzählt der Schriftsteller Maurice O' Sullivan mit viel Witz und Humor die Geschichte seiner aussergewöhlichen Jugend auf einer Insel im Westen Irlands: Ein grosses, fremdes Schiff zerschellte an den Klippen und das Meer war voll der schönsten Dinge: Büchsen, Mehlfässer, mächtige Kisten, manche voll mit köstlichen Delikatessen, Kleider, Mützen, Gewürzen, Tee etc. Für fünf Wochen viel die Schule aus, um das Strandgut zu bergen!

Herzliche Gastfreundschaft

Ob Sie Donegals raue und karge Moore erwandern oder in der karstigen Felslandschaft des Burren seltene Pflanzen bestimmen, ob Sie im Connemara National Park durch Märchenwälder streifen oder die Leuchtturm-Romantik am Malin Head suchen, Sie werden ein kontrastreiches Land mit vielen Facetten kennenlernen und dazu gehört nicht zuletzt auch die herzliche Gastfreundschaft der Menschen. Sie kommen von einer aussichtsreichen Wanderung zurück ins malerische Hafenstädtchen Dunfanaghy und kehren in einem gemütlichen Pub ein. Der Wirt zapft frisches Guiness und mit dem letzten Tropfen zaubert er ein irisches Kleeblatt auf den weissen Schaum. Oder Sie sind glücklich und zufrieden, hungrig und müde vom Mt. Errigal zurück und bestellen im Dunlewy Lakeside Center einen Afternoon Tea. Ihr Tee duftet verlockend und die hausgemachten Kuchen schmecken himmlisch. Nach einer herrlichen Wanderwoche sind Sie mit sich und der Welt zufrieden und wissen nun aus eigener Erfahrung:
Irland ist dort, wo die Erde und der Himmel, wo Regen und Wind, wo Sonne und Wolken noch zu den Menschen sprechen.

Franz Schneider

 

Karte Irland 


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Detailansicht Co. Donegal


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