::: Auf Schusters Rappen :::


Nordwesten Co. Donegal


County Donegal - die raue Schönheit im Norden

Die nördlichste Grafschaft Irlands - flächenmässig das drittgrösste County der Republik - erstreckt sich vom Touristenzentrum Bundoran im Süden bis nach Malin Head im Norden und grenzt überall an den Atlantik. Das Land besteht überwiegend aus Bergen und Hügeln. Die höchste Erhebung ist der «Mount Errigal», 749 m.ü.M. Vom Gipfel dieses Berges - ein begehrtes Ziel vieler Wanderer - lässt sich bei klarem Wetter praktisch die gesamte Küstenlinie und das dazugehörende Hinterland Donegals überblicken. Die Küste Donegals ist durch Buchten und Halbinseln sehr stark zerklüftet. Herrlich angelegte Küstenstrassen - der Ausdruck "schmale Strässchen" wäre hier angebrachter - lässt das Herz der Touristen höher schlagen! Eine Fahrt um «Bloody Foreland», der «Atlantic Drive» auf der Rosquil Peninsula oder «Inishowen 100», die 100 Meilen Paradestrecke auf der gleichnamigen Halbinsel mit dem nördlichsten Punkt Irlands, «Malin Head», bieten immer wieder atemberaubende Ausblicke, die durch dauernd wechselnde Beleuchtung - dem irischen Wetter sei Dank - unvergesslich in Erinnerung bleiben. Hier finden sich zwischen bis zu 600 m hohen Klippen oft kilometerlange, einsame Sandstrände. Ein besonderes Naturschauspiel bietet sich dem Besucher am «Slieve League»: Die Atlantikwellen schlagen dort mit einem ohrenbetäubenden Krachen an die hohen Klippen und durch die Lichtbrechung entstehen Farben, die jeden Maler und Fotografen zu Höchstleistungen animieren.

Mit dem «Glenveagh National Park» (irisch: Páirc Naisiúnta Gleann Bheatha bedeutet "Tal des Lebens") verfügt Donegal auch über den flächenmässig grössten und überdies ersten von insgesamt fünf Nationalparks im Lande. Der Park weist eine Fläche von über 16 Hektaren auf und ist Heimat des grössten Rotwildbestandes der grünen Insel. Er ist ein bedeutendes Naturreservat. Von den zum Teil dicht bewaldeten Tälern mit seinen Seen bis zu den Gipfeln finden sich verschiedene Vegatationszonen mit seltenen Pflanzen und Tieren. Am Lough Veagh befindet sich Glenveagh Castle mit seiner vikortianischen Gartenanlage, das Herzstück des Parks, das auch für Besucher offen steht.

«Killybegs» (irisch: Na Cealla Beaga) ist der wichtigste Fischereihafen an der irischen Nordwestküste. Dieser Hafen ist der produktivste in ganz Irland – zu jeder Zeit liegen dort mindestens 60 Boote vor Anker. Kein Wunder also, dass in den Restaurants frische Fisch- und Seafood-Spezialitäten der Spitzenklasse angeboten werden.

«Glencolumbkille» (auch Clencolmcille oder Glean Cholm Chille) ist ein kleiner Ort in einer Gaeltacht-Region, wo noch gälisch gesprochen wird. In dem abgelegenen Ort und seiner Umgebung finden sich sowohl vorzeitliche Monumente als auch frühchristliche Spuren. Das Glen (Tal) of St. Columcille ist ein populärer Wallfahrtsort. Sein Name erinnert an den heiligen Columba (gälisch: Colmcille – die Taube), der im Jahre 561 n. Chr. angeblich als Sohn eines Königs von Leinster geboren wurde, hier eine Zeit lang lebte, bevor er nach Iona in Schottland ging. Er ist zusammen mit St. Patrick und Kevin einer der drei Nationalheiligen Irlands. In Glencolumbkille befindet sich auch das authentische «Folkmuseum», das uns u.a. das Leben der Iren im 19. Jahrhundert - die Zeit der grossen Hungersnot - bildlich aufzeigt.

Nord-Donegal mit seinem malerischen Hafenstädtchen «Dunfanaghy» ist auch idealer Ausgangspunkt für Ausflugsfahrten und Wanderungen in Nordirland. Highlights in Nordirland sind «Giant's Causway»- der Damm der Riesen - ein UNESCO Weltkulturerbe, die «Carrick-a-Rede Rope Bridge», «Rathlin Island» und die berühmte «Antrim Coast Road» mit seinen pittoresken Hafenstädtchen.

Es kommt nicht von ungefähr, dass Donegal bei Naturliebhabern und Wandervögel einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Wenn Sie einen echten Irland-Kenner fragen, wo Irland am ursprünglichsten und die Landschaft am eindrücklichsten ist, so wird er ohne zu zögern sagen: «First of all DONEGAL - DONEGAL is best of all!»